Schneeberg-Umrundung – Nörderlicher / Südlicher Grafensteig

Der Schneeberg ist der höchste Berg Niederösterreichs und seine Umrundung via nördlichen und südlichen Grafensteigs ist sicher eines der Highlights.

Daten/Fakten: Gesamtlänge: 20,5 km, 890hm
Höchster Punkt: 1590m
Niedrigster Punkt: 890m
Start und Ziel: EDELWEISSHÜTTE 1250m

Route:
Edelweißhütte – Lahningries – Km 2,1: Ferdinand-Bürkle-Bergrettungshütte – Breite Ries – Schneidergraben – Km 6,92 Haltestelle Baumgartner – Beschilderung folgen Richtung Südlicher Grafensteig – Großer Saugraben – Heuplacken – Salzriegel – Hüttenbödl – Blick auf die Königsschusswand – unterhalb befinden sich sie Stadelwände – Querung des Lahngraben – Ausblick auf Schönleitenschneid – Km 15,4 Kienthalerhütte – Richtung Heinrich-Krempelhütte – vorbei am Wurzengraben – Fleischer Gedenkstein – Ochsenboden – Kuhschneeberg – Fadenweg – Km 20,5 Edelweißhütte

Detailbeschreibung:
Ausgangspunkt ist der Sessellift Parkplatz in Losenheim – Zustieg zur Edelweißhütte entweder per Sessellift, oder über den markierten Wanderweg 1,7km 370hm – kann als Aufwärmen genützt werden für die eigentlichen FKT Strecke.

Auf der Edelweißhütte angekommen kann es endlich los gehen: es gilt die FKT Zeit zu knacken. Links neben der Edelweißhütte ist eine freifließende Quelle, hier kann man seine Trinkvorräte auffüllen! Zuerst tauchen wir in den Waldweg ein, der von der Edelweißhütte wegführt. Beschilderung: Nördlicher Grafensteig folgen. Bald kommen wir schon zu der ersten Querung von einem Schotterfeld – der Lahningries. Wieder durch den Wald in einem stetigen auf und ab geht es weiter bis zur Bürkle-Bergrettungshütte von wo man oberhalb auch schon einen Blick in die gewaltige Breite Ries hat. Hier steigt man in das breite Schotterfeld ab, und quert es zuerst durch Latschen dann nur mehr über große Steine. Anschließend geht es wieder mit einer Steigung weiter. Es folgt die Krumme Ries, die aber mit einem besser ausgetretenen Pfad aufwartet, aber nicht weniger eindrucksvoll erscheint als die Breite Ries. Nach dem Schneidergraben geht es nur mehr durch Waldwege bis man auf den Ausstieg des Nördlichen Grafensteigs bei der Schneebergbahnstation Baumgartner trifft. Jetzt wäre fast die Einkehr beim Baumgartner auf schmackhafte Buchteln fast ein Muss, würden wir uns nicht auf einer FKT Strecke befinden. Jedoch, ganz wichtig, hier an heißen Sommertagen unbedingt alle Wasservorräte auffüllen, denn der weitere Weg führt in den südlichen Grafensteig, und die kommenden 8 km (bis Kienthaler Hütte) werden uns einiges abverlangen. 

Von der Station Baumgartner geht es zuerst recht gemütlich über Wiesen und durch den Wald, an den Abzweigungen Richtung Kienthaler Hütte halten. Der südliche Grafensteig zeigt ganz unterschiedliche Gesichter und viel Abwechslung. Im Bereich des Großen Saugrabens wird der Weg schmäler, der Hang abschüssiger und es geht weiter zumeist über Geröllfelder und durch Latschen. Man bewegt sich immer knapp oberhalb der Baumgrenze entlang im ständigen Auf und Ab. Der Weg beinhaltet zwar eher wenig Höhenmeter, der Trail an sich ist aber nicht einfach zu laufen da er an vielen Stellen seitlich hängt und nebenbei auch sehr steinig und wurzelig ist. Der Grafensteig hat durchaus alpinen Charakter. Die beiden leichten, versicherten Kletterstellen sollten, vor allem bei Feuchtigkeit, nicht unterschätzt werden. Die Tour in Richtung Kienthalerhütte zu gehen hat den Vorteil, die genannten Passagen im Aufstieg zu haben, was für weniger geübte Trailläufer und Wanderer sicherlich angenehmer ist. 

Wichtig zu berücksichtigen ist, dass es auf dem gesamten südlichen Grafensteig so gut wie keine „Fluchtwege“ bzw. Notausstiegsrouten gibt. Sollten Probleme auftreten, muss man sich bis zur Kienthaler Hütte „retten“. Unterhalb des südlichen Grafensteigs befinden sich die Stadelwände, ein Abstieg hier wäre nur erfahrenen bzw. ortskundigen anzuraten. An heißen Tagen wird man auf dem südl. Grafensteig schnell durstig, man befindet sich die ganze Zeit in der Sonne (Südseite), die Kienthaler Hütte lässt aber noch lange auf sich warten und Vorsicht, sie hat nur an den Wochenenden geöffnet!  

Erst nach der Königsschusswand wird der Weg wieder breiter, es geht durch den Wald und über Wiesen nur mehr bergab bis zur Kienthaler Hütte. Nach einer möglichen Stärkung in der Kienthaler Hütte (wäre man nicht auf der FKT-Strecke ;-)), geht es weiter Richtung Krempelhütte, vorbei am Fleischer Gedenkstein, vorbei am Wurzengraben, entlang des Kuhschneebergs noch weitere 5 km bis zum Almgatterl und Fadenweg und letztlich dem Ausgangspunkt, der Edelweißhütte. Geschafft! Hier ist die FKT-Sprintstrecke zu Ende.

Zum Abschluss empfiehlt sich eine Stärkung auf der Edelweißhütte bevor man ins Tal nach Losenheim absteigt.

Wir wünschen euch viel trailiges Vergnügen auf dieser Strecke, sie ist ein absoluter Schneeberg Klassiker und einfach wunderschön!

Bei der Planung schaut euch bitte die Sicherheitsempfehlungen der ASTA an.