Nach dem Tag für Tag neue Rennabsagen kamen, zuletzt mit der Absage vom Transalpine Run, war damit zu rechnen, dass das Wettkampfjahr nicht wie das in den Jahren zuvor sein sollte – soviel war klar. Doch nach dem ersten Monat der FKT Serie muss ich sagen, dass das Jahr ganz besondere Dynamiken mit sich brachte. Ich hatte bisher das Gefühl, dass der Sport trotz des Abstandsgebots der letzen Wochen näher zusammengerückt ist. Die Verpflegungsstellen, Navigation und Zuschauer, die man bei Rennen auffindet, fehlen keinesfalls. Diese Rolle übernehmen die Supporter und Freunde, die sich entweder mit auf den Weg begeben um zu unterstützen, oder im Ziel mit Erfrischungen und Glückwünschen warten. Die wunderschönen Strecken der Rennen, werden nun vom Läufer selbst gestaltet – sei es ein 100 Meiler von A nach B, oder ein Rundkurs, den man trotz geographischer Nähe noch nie in Angriff genommen hat. Diese Potentiale seinen Sport neu zu entdecken, heißt auch selbst kreativ zu werden, ganz neue Herausforderungen ohne Druck anzugehen oder ganz einfach bewusster zu genießen. Denn auch wenn Dinge anders sind als zuvor, bedeutet es keinesfalls eine Verschlechterung, sonder das Aufwecken schlummernder Potentiale. Geht raus und rückt zusammen!